28. Februar 2024

Der Kreislaufschock

Hiebei handelt es sich um eine schwerwiegende und lebensbedrohliche Komplikation einer Reihe von Grundkrankheiten, bei denen das führende Symptom die erhebliche Hypotonie (Blutdruck-Erniedrigung) mit Werten < 80 mm Hg systolisch. Dabei werden die lebenswichtigen Organe – Hirn, Herz, Niere – mangelhaft oder garnicht mit Blut versorgt.

  • hämorrhagischer oder hypovolämischer Schock:
    erheblicher Blutverlust nach Verletzungstrauma, Ulkusblutungen, etc.
  • cardiogener Schock:
    Herzinfarkt, Herzinsuffizienz, Lungenembolie, Herzbeutel-Tamponade, Herzrhythmusstörungen
  • allergischer Schock oder anaphylakischer Schock (auch distributiver (Verteilungs-)Schock):
    Kreislaufreakion bei Allergie-Exposition, Fieber, Skepsis, neurogen (durch Eingriffe oder Erkrankungen des Nervensystems.
  • Kaltschweißigkeit,
  • Desorientiertheit bis Koma
  • schwacher, kaum tastbarer Puls
  • kaum oder nicht meßbarer Blutdruck
  • Oligo-Anurie (Verminderung der Urinausscheidung)

Diese hat in den letzten Jahrzehnten deutliche Fortschritte gemacht. Während in den 60er oder 79er Jahren die Sterberate trotz Behandlung zwischen 90 und 100% lag, ist sie heute durch die intensivierte Maximaltherapie auf 50-70% gesunken, stellt also immer noch eine ernste und lebensbedrohliche Komplikation dar.

Erstmassnahmen sind

  • Notarzt rufen
  • Versuch Blutungen zu stillen
  • Schocklagerung (Oberkörper tief, Beine hoch)
  • Volumen-, Flüssigkeitszufuhr (Infusion, wenn möglich)
  • Reanimation, wenn nötig

Weitere Maßnahmen im Krankenhaus (ICU): Behandlung der Grundkrankheit (PCI und/oder OP bei Infarkt), Kreislaufunterstützung (ECMO, LVAD, evtl IABP).


Verlaufskaskade des cardiogenen (durch das Herz ausgelösten) Kreislaufschocks.

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