12. April 2024

Therapie der chronischen Herzinsuffizienz (CHI)

Die Therapie wird heute mit CHI-Typen in Verbindung gebracht, die sich an der Auswurffraktion (EF) orientieren.

Unterscheidung der speziellen EF-Typen:

HFrEF Herzinsuffizienz mit reduzierter Auswurffraktion (EF)(<50%)

HFpEF H. mit erhaltener Auswurffraktion (>50%)

HFmrEF H. mit einer mittelgradig eingeschränkten Auswurffraktion (41-49%)

HFrecEF H. mit Erholungstendenz, d.h. von 40 auf 50%

Die moderne Therapie der chronischen Herzinsuffizienz mit verminderter (reduzierter) Auswurffraktion (HFrEF) wird fortlaufend über Leitlinien und Konsensus-Strategien der Fachgesellschaften aktualisiert und ergänzt. Die aktuelle LL zur Behandlung der chronischen Herzinsuffizienz geht von einer Stufentherapie aus.

Für die CHI werden gegenwärtig 4 Standardmedikamente empfohlen (Soll-Empfehlung):

SGLT2-Hemmer (Sollte-Empfehlung) können bei leicht verminderter EF (<=50%) gegeben werden.

Eine besondere Rolle bei der Therapie allen Formen der CHI spielt Bewegung und körperliche Aktivität.

Die Therapie der CHI-Sondergruppe mit erhaltener Auswurffraktion ist derzeit nicht eindeutig einzuordnen. Aktivität und die SGLT2-Hemmer scheinen eine Rolle (EMPEROR-preserved 2021) zu spielen, doch ist die Empfehlungsstärke zur Zeit nicht höher als eine “Kann”-Empfehlung.

Inzwischen sind die Medikamente Forxiga® und Jardiance® von den Arzneimittelbehörden für diese Indikation zugelassen.

HFmrRF (EF 41-49%) gilt als mittelgradig reduzierte CHI. Hier hat die körperliche Aktivität eine besondere Bedeutung.

Diese CHI-Form von eher wissenschaftlichem Interesse betrifft Patienten, bei denen sich die EF therapiebedingt “erholt”hat. Die Therapiemöglichkeiten sind die gleichen wie bei der HFrEF mit der Möglichkeit der Anpassung.