12. April 2024

Wiederbelebung (Reanimation)

Die Technik der Wiederbelebung (Reanimation) sollte heute von jedem gesunden Mitbürger beherrscht werden. Sie ist einfach, muss aber in regelmäßigen Abständen im Rahmen von Schulungen trainiert werden.

Dieses Schema der Rettungskette zeigt den Zusammenhang zwischen Ersthelfer und Notarztteam und betont das möglichst lückenlose Zusammenspiel beider Gruppierungen.

Die einzelnen Schritte werden im Folgenden demonstriert, ersetzen aber nicht die praktische Übung am Simulationstrainer (Dummy).


Beim Auffinden einer hilflosen und bewusstlosen Person ist es notwendig, den Bewusstseinszustand zu klären. Die Ursache der Bewusstlosigkeit muss durch Prüfen des Kreislaufs (Puls; nicht obligat und nur durch erfahrene Ersthelfer), der Atmung (Brustkorbbbewegungen, Atembrise; obligat), durch lautes Anrufen und Schütteln (obligat) geklärt werden. Treffen diese Zeichen zu, handelt es sich um einen Kreislaufstillstand und die Reanimation muss sofort beginnen. Fehlen diese Zeichen, erfolgt Lagerung des Opfers in der sog. stabilen Seitenlage.

Begründung:

Seit 2008 gibt es die Empfehlung, bei einer Reanimation auf die Atemspende zu verzichten, weil Erfahrungsberichte z.B. aus Japan (Lancet 2007; DOI: https://doi.org/10.1016/S0140-6736(07)60451-6) ohne Atemspende vergleichbare Ergebnisse aufzeigen konnten. Bei dieser Form der Durchführung fällt ja das Ekelmoment und die Berührungsabneigung weg. Die Zahl der Reanimationen in Schweden stieg daher zwischen 2006 und 2010 von 40 auf fast 70% an. In Deutschland stagniert dieser Wert bei etwa 30%!


Außerdem ist das PRD-Schema der so genannten Überlebenskette zum PRDS-Schema erweitert worden. Das “S” bedeutet dabei die Anwendung des AED (Schocken)

In den Empfehlungen der Deutschen Herzstiftung von 2022 heißt es: Die Herzstiftung empfiehlt Laien ausdrücklich, keine Mund-zu-Mund-Beatmung durchzuführen.

Zur Demonstration der Wiederbelebung Deutsche Herzstiftung: Überlebenskette